An der Sierra-Front ("Wie graue Wölfe...")

Text: Jef Last; Musik: Gustave Duran



Wie graue Wölfe schlichen sich die Wolken
Von Fels zu Fels und Regengüsse krachten
Wie echtes Trommelfeuer auf uns nieder,
Die frierend hier in Schützenlöchern wachten.
Kein Sonnenstrahl drang durch in diesen Tagen
Und wäre nicht die Glut in unsern Herzen,
So hätten wir die Kälte nicht ertragen.

So einsam waren diese nackten Berge,
Daß fast des Feindes Feuern uns beglückte;
Denn schneller rann das Blut, wenn durch den Nebel
Das Mündungsfeuer seiner Waffen zückte.
    Man griff zur Flinte und vergaß die Schmerzen.
    Doch hätten wir die Kälte kaum ertragen,
    Wär’ nicht so heiß die Glut in unsern Herzen.

Wenn wir, vom Hungern matt, im Regen lagen
Und sich vor Müdigkeit die Augen schlossen,
Da ist an der Sierra-Front, im Regen,
Gar manche bittre Träne mitgeflossen.
    Doch formte sich kein Mund zu einem Klagen.
    Der Traum des Sieges glühte in den Herzen
    Und ließ uns alle Kälte auch ertragen.



Text: Jef Last
Musik: Gustave Duran


Zitiert nach Ernst Busch: Canciones de las Brigadas Internacionales. Aurora 5 80 001/002. Hrsg. 1963, Nachaufl. 1964, 1968, 1974, 1976.







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