Heimliche Aufmarsch, Der ("Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre")Text: Erich Weinert; Musik: Hanns EislerEs geht durch die Welt ein Geflüster, Arbeiter, hörst du es nicht? Das sind die Stimmen der Kriegsminister, Arbeiter, hörst du sie nicht? Es flüstern die Kohle- und Stahlproduzenten. Es flüstert die chemische Kriegsproduktion. Es flüstert von allen Kontinenten Mobilmachung gegen die Sowjetunion! Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre nehmt die Gewehre zur Hand! Zerschlagt die faschistischen Räuberheere, setzt alle Herzen in Brand. Pflanzt eure roten Banner der Arbeit Auf jeden Acker, auf jede Fabrik! Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft die sozialistische Weltrepublik! Arbeiter, horch, sie ziehen ins Feld und schrein "Für Nation und Rasse!" Das ist der Krieg - der Herrscher der Welt gegen die Arbeiterklasse; denn der Angriff gegen die Sowjetunion ist der Stoß ins Herz der Revolution, und der Krieg, der jetzt durch die Länder geht, ist der Krieg gegen dich, Prolet! Arbeiter, Bauern ... Text: Erich Weinert Musik: Hanns Eisler Zitiert nach dem Aurora-Heft "Oktobersturm - Aufbau" (Au 5 80 018/019), erschienen 1967 zum 50. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Ernst Busch hatte das Lied bereits in der Weimarer Republik auf Kundgebungen der KPD gesungen. Weinerts Text stammt aus dem Jahr 1928; erstmals veröffentlicht wurde das Gedicht laut Inge Lammel am 1. August 1930 in Die Welt am Abend. Zusammen mit der Komposition Hanns Eislers erschien es als Notenbeilage zur Kampfmusik 1/1931. Der Komponist hatte musikalische Motive bereits zuvor in seiner Musik zum Film "Niemandsland" verwendet. Mit einigen Varianten nahm Busch das Lied dann 1938 unter dem Titel "Arbeiter, Bauern" in sein Spanienliederbuch auf. In der DDR veröffentlichte Busch zu Beginn der 50er Jahre eine neue (eigene) Version dieses sozialistischen Kampfliedes: ARBEITER - BAUERN Es geht durch die Welt ein Geflüster, Arbeiter, hörst du es nicht? Das sind die Stimmen der Kriegsminister. Arbeiter, hörst du sie nicht? Es flüstern die Kohle- und Stahlproduzenten. Es flüstern die chemischen Kriegsindustrien. Es flüstert von all ihren Kontinenten: Krieg den Volksdemokratien! Arbeiter, Bauern, schlagt den Faschisten Dolch und Gewehr aus der Hand! Entreißt die Atome den Militaristen, Eh' alle Länder in Brand! Pflanzt eure roten Banner der Arbeit Auf jeden Acker, auf jede Fabrik! :,: Dann steigt aus den Trümmern Der alten Gesellschaft Die sozialistische Volksrepublik! :,: Es rollen die Flugzeuge Tag und Nacht (bzw. bei Schneerson: Es rollen die Skymasters ...) Durch imaginäre Blockaden. Sie haben Berlin um die Kohlen gebracht, Den Tod für die Griechen geladen. So bauen sie kühn ihre Stützpunkte aus In Japan - in Iran - in Wien und Berlin. Sie fürchten die Weltwirtschaftskrise zu Haus. Drum: Krieg den Volksdemokratien! Arbeiter, Bauern ... Sie trommeln schon wieder: Hurrah, ins Feld! Für Freiheit, Nation und Rasse! So hetzen sie euch für den Geldsack der Welt Gegen die Arbeiterklasse. Der Überfall auf die Sowjetunion Steht im Marschplan zur Rettung der Reaktion, Und der Krieg, der jetzt durch die Länder geht, Ist der Krieg gegen dich, Prolet! Arbeiter, Bauern ... Text: Erich Weinert / Ernst Busch Musik: Hanns Eisler Zitiert (einschließlich Rechtschreibung und Satzzeichen) nach Ernst Busch (Hrsg.): Internationale Arbeiterlieder. Berlin (Lied der Zeit) 1952, S. 106.
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