Veranstaltungen
Pressemitteilungen und Presse-Echo

Zum 110. Geburtstag und 30. Todestag des Sängers und Schauspielers:
Buchpremiere am 14. März im bat, Belforter Straße 15, Berlin
Leipziger Buchmesse: Lesung und Gespräch im Rahmen von "Leipzig liest" am 18. März um 21 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, mit dem Autor Jochen Voit und der Schauspielerin Katharina Thalbach
Busch-Buch-Lesetour: Erfurt (29. März), Berlin (DDR-Museum: 8. April), Hermsdorf (7. Juni), Magdeburg (10. Juni) ...

Seit Mai 2005 veranstaltet
erinnerungsort.de in Zusammenarbeit mit dem Kino Krokodil in Berlin Filmabende und Ausstellungen. Die zuletzt durchgeführten kulturhistorischen Veranstaltungen drehten sich um die Themen Sozialistische Heldenverehrung sowie Spanischer Bürgerkrieg.
(1) Ausstellung:
LIEBESGRÜSSE AUS DER SOWJETUNION. BRIEFE AN DEN "SÄNGER DER ARBEITERKLASSE" (1950-1980) - Die Ausstellung war vom 13. Oktober bis zum 10. November 2006 zu sehen.
(2) Mehrteilige Filmreihe: MADRID IM FEUER - DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG IM SOWJETISCHEN FILM: Wochenschauen, Spielfilme und Dokumentationen 1936 - 1980 (Oktober/November 2006; vgl. das
Kinoprogramm)
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Länger zurückliegende Veranstaltungen:
Pressetext zu "Der Spanische Bürgerkrieg im Gedächtnis der Deutschen":
Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg – ein historisches Ereignis von europäischer Dimension (1936-1939). Aus diesem Anlass startet am
19. Mai 2006 im Kino Krokodil eine Filmreihe, die sich mit kulturgeschichtlichen Aspekten des Spanienkriegs befasst. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Formen und Muster der Spanien-Erinnerung im geteilten und im wiedervereinigten Deutschland.
Gezeigt wird zunächst der Dokumentarfilm „
Unversöhnliche Erinnerungen" aus dem Jahr 1979, der im Auftrag des ZDF produziert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde (u.a. auf Festivals in Oberhausen und Leipzig). Es handelt sich um ein bewegendes Doppelporträt zweier am Spanischen Bürgerkrieg beteiligter Deutscher, von denen der eine als Interbrigadist auf Seiten der Spanischen Republik kämpfte und der andere als Flieger der Wehrmacht auf Seiten des Putschisten Franco.
Nach der Vorführung des 16mm-Films wird eine eigens für den Abend erstellte DVD mit Ausschnitten aus einem Interview mit dem Regisseur
Klaus Volkenborn gezeigt. Klaus Volkenborn berichtet darin über die politische Empörung, die sein Film vor 25 Jahren in der Bundesrepublik ausgelöst hat.
Für Herbst 2006 ist ein weiterer Filmabend zum Thema "Der Spanische Bürgerkrieg im Gedächtnis der Deutschen" geplant. Dann wird es um die spezielle Perspektive der DDR auf den "Spanischen Befreiungskampf" gehen. Gezeigt wird der Spielfilm "Fünf Patronenhülsen".
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Blick zu schärfen für die Unverhältnismäßigkeit deutsch-deutscher Erinnerung an den Krieg in Spanien: Zelebrieren auf der einen, Verschweigen auf der anderen Seite – diese beiden Extreme haben lange den Umgang der Deutschen mit dem Spanienkrieg geprägt.
Gedreht wurde "Unversöhnliche Erinnerungen" von Johann Feindt, Karl Siebig und Klaus Volkenborn. Produzent war Klaus Volkenborn.
Veranstaltungsort ist das
Kino Krokodil in der Greifenhagener Straße 32 in Berlin-Prenzlauer Berg.
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Postscriptum:
Als ich mich im Sommer 2005 mit der Planung für diesen Filmabend zu beschäftigen begann, war Klaus Volkenborn, Regisseur und Produzent des Films, noch am Leben. Sein Enthusiasmus und seine Kollegialität beflügelten maßgeblich meine Vorbereitungen. Sein Kommen zum Filmabend hatte er mir fest versprochen. Er wollte gerne über die politischen Folgen berichten, die sein Film nach der Erstausstrahlung ausgelöst hatte. Klaus Volkenborns unerwarteter Tod am 18. November 2005 hat mich sehr erschüttert. Ich habe mich dennoch entschieden, die Veranstaltung nicht abzusagen. Auch weil er gewollt hätte, dass der Film gezeigt wird. Zumindest einige seiner persönlichen Anmerkungen zum Film werden wir an diesem Abend hören. Sie stammen aus dem Interview, das ich im April 2005 mit ihm geführt haben (siehe
Interview).
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Aktuelle Literatur zum Thema:
BERG, ANGELA: Die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939. Essen (Klartext) 2005.
SCHAUFF, FRANK: Der verspielte Sieg. Sowjetunion, Kommunistische Internationale und Spanischer Bürgerkrieg 1936-1939. 2. veränd. Aufl., Frankfurt am Main / New York (Campus) 2005.
UHL, MICHAEL: Mythos Spanien. Das Erbe der internationalen Brigaden in der DDR. Bonn (Dietz) 2004.
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Filmplakat aus dem Jahr 1979
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FILMABEND ZUM 25. TODESTAG VON ERNST BUSCH (Pressetext):
Er gehört zu den legendären Figuren der deutschen Linken im 20. Jahrhundert. Kapitalismuskritik und sozialistische Propaganda kennzeichneten seine Kunst. Und er war einer der wenigen auch im Ausland bekannten Stars der DDR.
Am 27. Mai 2005 präsentieren das Kino Krokodil und der Freundeskreis Ernst Busch e.V. unveröffentlichtes Filmmaterial über das „singende Herz der Arbeiterklasse“ (Hanns Eisler über Ernst Busch). Den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen anlässlich des 25. Todestages des kommunistischen Sängers und Schauspielers bildet ein besonderer Filmabend mit besonderen Gästen. Der Abend steht unter der Überschrift:
DER SÄNGER DER ARBEITERKLASSE UND DER FILMSTUDENT: ERNST BUSCH UND KARL SIEBIG – EINE DEUTSCH-DEUTSCHE GESCHICHTE AUS DEN 70ERN
Gezeigt wird zunächst der Film VERGESST ES NIE, WIE ES BEGANN, der 1978 von Studenten der Berliner Filmhochschule fürs ZDF gedreht wurde – die Regie hatte Karl Siebig. Nach dem Film werden Ausschnitte aus bisher nicht publiziertem Filmmaterial über Busch gezeigt. Und es gibt ein Gespräch mit den Machern der Filmaufnahmen: mit Karl Siebig, der heute Dokumentationen für den NDR in Kiel macht, und mit Klaus Volkenborn, Produzent in Berlin (DIE SPIELWÜTIGEN). Die Filmstudenten von einst werden Auskunft geben über das in den 70ern aufblühende Interesse der West-Linken an revolutionären Figuren wie Ernst Busch. Moderiert wird der Abend von Jochen Voit, der sich seit Jahren mit Ernst Busch beschäftigt und zur Zeit an einer wissenschaftlichen Biografie über den proletarischen Helden arbeitet.
FREITAG, 27.5.2005 + 19:30 UHR + KINO KROKODIL + GREIFENHAGENER STR. 32 BERLIN UNKOSTENBEITRAG: 5,- € / 3,- € FÜR MITGLIEDER
Ernst Busch (1900-1980) gehört wie Brecht und Eisler zu den legendären Figuren der deutschen Linken im 20. Jahrhundert. Er spielte in Kultfilmen mit wie KUHLE WAMPE oder der DREIGROSCHENOPER, seine Propaganda-Songs gehörten früher zu jeder ordentlichen 1.Mai-Kundgebung, so manche Zeile wurde gar zum geflügelten Wort: "Vorwärts und nicht vergessen!", "Ami, go home!" oder "Die Partei hat immer recht!". In der DDR war der Sänger und Schauspieler ein Star, ein Held der Arbeiterklasse. Im Westen war er dagegen lange Zeit nur Eingeweihten ein Begriff. Das änderte sich jedoch in den 70er Jahren: Plötzlich erschienen seine Songs auch in der Bundesrepublik auf Schallplatten, und junge Filmemacher aus dem Westen drehten Dokumentationen über und mit Ernst Busch. Besonders intensiv beschäftigte sich Karl Siebig, damals Student der stark links geprägten DFFB, mit dem "singenden Herz der Arbeiterklasse" (Hanns Eisler über Ernst Busch). Bereits 1976 drehte Siebig einen ersten Film über Busch (ICH BIN KEIN HERR). Nach seiner zweiten Busch-Doku 1978 folgten verschiedene Radiobeiträge, Ausstellungen und zwei Bücher über Busch.

Filmplakat aus dem Jahr 1978

Im Kino Krokodil am 27. Mai 2005 im Scheinwerferlicht: v.r.n.l. die Filmemacher Heide Breitel und Karl Siebig, Moderator Jochen Voit und Kinobetreiber Gabriel Hageni (Foto: Jens Leske)
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Plakat zum Filmabend:

Poster zu einem Filmabend im Kino Krokodil anlässlich des 25. Todestages von Ernst Busch
(Gestaltung: Susanne Ogan)
Das zu Grunde liegende Foto ist 1977 auf dem Balkon der Deutschen Film- und Fernsehakademie in West-Berlin entstanden. Der junge Filmemacher Karl Siebig hatte Ernst Busch zur Vorführung seines ersten Films eingeladen. Die 45minütige Dokumentation über Busch trug den Titel "Ich bin kein Herr - Ernst Busch in Kiel 1900-1924". Sie lief 1977 auf Filmfestivals in Oberhausen und Moskau sowie in den dritten Programmen der ARD. Kurz darauf drehte Karl Siebig einen weiteren Film über Busch: "Vergessst es nie, wie es begann!" Über die schwierigen Dreharbeiten (gemeinsam mit Johann Feindt, Klaus Volkenborn und Heide Breitel) sprechen
Karl Siebig und
Klaus Volkenborn im Interview. Weiteres Bildmaterial von Heide Breitel findet sich in der Rubrik
Fotos. Nähere Informationen zum Filmabend mit Karl Siebig sind nachzulesen bei den
Veranstaltungen.
Letztes Update 05.02.2010 | CopyrightŠ Jochen Voit 2005 |

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