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Dolchstoß-Legende

Text: Julian Arendt; Musik: Otto Stranzky


Wie war doch der feige Gesang
der Generale, die den Krieg verloren
und nach verlorenem Waffengang
bei Thor und Baldur und Watan schworen:
„Wir sind nicht besiegt von französischen Flinten.
Die Heimat hat uns erdolcht – von hinten!“

Wo war denn das geile Getier,
das nach dem Stahlbad des Krieges geschrieen?
Bei Orgien im sicheren Hauptquartier
muß niemand vor Kugeln und Giftgasen fliehen.
Man kämpft gegen Hasen im Forst von Rominten
als „kaiserlicher“ Jast – janz hinten.

Dann kam die Zeit ganz ohne Orden.
Da hat es die Vaterlandsliebe geboten
die Führer der Arbeiterklasse zu morden.
Es blitzten die Dolche, es fielen die Toten.
Wer hörte sie nicht die verlogenen Finten:
Erschossen auf der Flucht – von hinten.

Einst kommt der Tag, die Verbrechen zu sühnen.
Dann wird wohl den Mördern das Lachen vergehen,
denn diesmal bekommen sie, was sie verdienen
und wenn sie auch feige um Gnade flehen:
für dieses Getier keine ehrlichen Flinten,
den Strick und einen Tritt – von hinten.


Text: Julian Arendt
Musik: Otto Stranzky



Zitiert nach Ernst Busch: Die goldenen zwanziger Jahre. Aurora 5 80 008/009. Erstmals erschienen 1964.



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"Das singende Herz der Arbeiterklasse"
Erinnerungsorte revisited



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