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Ernst Busch (Deutscher Klub)

von Alfred Kerr (1934)


    I
Und die métro ging, und der Abend erschien,
    Und es flammten die Lichter des Saals,
Und er stand und er sang wie einst in Berlin,
    Und es war wie dunnemals.

Und er kündete Streit der Fron und dem Leid
    Des blutigen Jammertals,
Und er stand und er sang das "Lied der Zeit",
    Und es war wie dunnemals.

    II
Und er sang von dem Schwarm, den die Gnade flieht,
    Von den Opfern, stumm und verstört,
Er sang zuletzt das Stempellied
    (Das hab ich nicht mehr gehört).

Mit Lachen trotzt er dem braunen Troß,
    Entging ihrer lockenden List;
Er heißt Ernst Busch, der kein Genoss'
    Der staatlichen Kunstkammer ist ...

    III
Und es tanzte ein Weib am düsteren Ort
    Längs einer umschatteten Wand,
Sie tanzte die Torheit, das Elend, den Mord
    (Und ist Mihaly genannt).

    IV
Und er selber stand im dämmrigen Kreis,
    Von dunklem Geleucht umloht,
Und sie saßen und lauschten, die Wangen heiß -
    Und dachten ans Morgenrot.




Zitiert nach Karl Siebig / Ludwig Hoffmann:  Ernst Busch. Eine Biographie in  Texten, Bildern und Dokumenten. (Ost-) Berlin 1987.




Ernst Busch in literarischen Texten: Übersicht
Letztes Update 21.04.2006 | Copyright© Jochen Voit 2005 | Seite drucken | Seite einem Freund senden

"Das singende Herz der Arbeiterklasse"
Er rührte an den Schlaf der Welt. Ernst Busch. Die Biographie.
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